Pressefreiheit @Deutsches Pressemuseum

Wenn die Pressefreiheit stirbt

Mit dem neuen Angebot „Pressespiegel@Pressefreiheit“ bekommen Besucher der Website „Deutsches Pressemuseum/Haus der Pressefreiheit“ ein digital gestütztes Angebot an ausgewählten Artikeln zu einem wichtigen Thema: die Bedrohung der Pressefreiheit in Deutschland und in anderen Ländern.

Unterdrückung von Informationen, Verfolgung, Verhaftung und Tod von Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes, Behinderung einer unabhängigen Berichterstattung, staatliche Zensur, aber auch schleichende Änderungen der Pressegesetze oder versuchte Einflussnahme von Lobbyisten auf eine freie Presse - auch in deutschen Landen -, sind die Themen dieses Pressespiegels in eigener Sache. Es ist auch das zentrale Thema unserer Website „Haus der Pressefreiheit“, HdP. Die Fülle der Meldungen in deutschen und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften, die dankenswerterweise vor allem über die Dokumentation des HdP-Förderers, dem  Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, zur Verfügung gestellt werden, zeigen, wie wichtig das Thema geworden ist. Ob  Burma, China, Russland, Türkei oder Ungarn - es steht weltweit nicht gut um eine unabhängige Presse. Sowohl die Organisationen „Reporter ohne Grenzen", die OECD oder UN-Beobachter beklagen eine zunehmende Repression und Gewalt gegen die „Vierte Gewalt“ in vielen Staaten. „Die Freiheit stirbt zuerst“, heißt es auf Kriege bezogen, die Pressefreiheit stirbt schon früher.

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Die Meldungen belegen, wie wichtig eine funktionierende Presse für den Weg aus diktatorischen Gesellschaftssystemen zu Demokratie und Menschenrechten ist. Die nordafrikanischen Revolutionen der 2000er Jahre sowie die Kriege in Syrien oder dem Irak sind ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig die elektronischen Informationsmedien wie facebook, twitter oder skype als semi-journalistische Kanäle geworden sind. Die Propaganda von der wahrheitsgetreuen und geprüften Berichterstattung unterscheidbar zu machen, muss das Ziel einer unabhängigen Presse sein.

Damit Journalisten diese „Torhüter-Funktion“, wie sie das deutsche Grundgesetz in Artikel 5 vorsieht, auch unter ökonomisch respektablen Bedingungen erfüllen können, tritt der Trägerverein „Deutsches Pressemuseum“ unter anderem an.

Wir danken allen beteiligten Verlagen für die Bereitstellung und Verwendungsmöglichkeit der Datenbank-Artikel. Sollte es gleichwohl Copyright-Fragen bei Faksimiles, Fotos oder Links geben, bitten wir um eine E-Mail zur Prüfung (info@deutschespressemuseum.de).

Ebenso freuen wir uns über Hinweise auf unbekannte Einschränkungen der Pressefreiheit, die hier dokumentiert werden können.

Den Kampf um die Pressefreiheit in der Bundesrepublik zeigen wir unter anderem anhand von Grundsatzurteilen auf. Außerdem dokumentieren wir mit einem Nachrichten-Ticker die aktuellen Angriffe auf die Pressefreiheit – von wem auch immer. 

Die Seite befindet sich im Aufbau und wird sukzessive mit neuen Beispielen befüllt.