Der Verein „Haus der Pressefreiheit“ in Hamburg trauert um sein Kuratoriumsmitglied, den Historiker Prof. Dr. Axel Schildt, der am 5. April 2019 im Alter von 67 Jahren in Hamburg gestorben ist. Axel Schildt gehörte dem Kuratorium seit 2016 an. Wir verlieren mit ihm einen kenntnisreichen Zeitgeschichtler und Ratgeber, der sich für unser Internet-Portal engagierte, das aktuelle Angriffe auf die Pressefreiheit ebenso dokumentiert wie wichtige historische Ereignisse und ihr Echo in den Medien.

Axel Schildt wurde 1951 in Hamburg geboren, studierte in Hamburg und Marburg, wo er 1980 mit seiner Arbeit über „Militärdiktatur mit Massenbasis? Die Querfrontkonzeption der Reichsführung um General Kurt von Schleicher am Ende der Weimarer Republik“ promovierte. Von 1997 bis 2017 arbeitete er an der „Forschungsstelle für Zeitgeschichte“ in Hamburg, zunächst als stellvertretender Direktor, ab 2002 als deren Direktor. Gleichzeitig war er Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg. Über die Fachwelt hinaus wurde er bekannt mit seinen Büchern über „Die Grindelhochhäuser. Eine Sozialgeschichte der ersten deutschen Wohnhochhausanlage“ und über „Moderne Zeiten. Freizeit, Massenmedien und ‚Zeitgeist“ in der Bundesrepublik der 50er Jahre“.

 

article picture