BDZV und VDZ: Kooperation von Google und Bundesgesundheitsministerium diskriminiert Verlagsangebote

Offener Brief von BDZV und VDZ an EU-Wettbewerbskommissarin Vestager: Verlegerverbände wollen Verbot von Googles Selbstbegünstigung durchsetzen

Die Verlegerverbände BDZV und VDZ haben mit scharfer Kritik auf den Plan des Bundesministeriums für Gesundheit reagiert, sein Gesundheitsportal in einer Kooperation mit Google zu verbreiten. So soll Google die vom Bundesministerium herausgegebene und finanzierte redaktionelle Berichterstattung über Gesundheitsfragen in seiner Monopolsuche vor entsprechenden Angeboten der Presseverlage anzeigen. Die Verbände sehen hier ein Verletzung von Mediengrundrechten, wie u.a. Dr. Rudolf Thiemann, Präsident der Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger ausführt: "Nun lässt das Bundesgesundheitsministerium seine Gesundheitsberichterstattung auch noch durch das Quasi-Suchmonopol an allen Verlagsangeboten vorbei privilegiert verbreiten. Eine solche Verdrängung der privaten Presse durch ein staatliches Medienangebot auf einer digitalen Megaplattform ist ein einmaliger und neuartiger Angriff auf die Pressefreiheit."

Des Weiteren unterstützen der Bundesverband Digitalpublisher, der BDZV und der VDZ einen offenen Brief, in dem 136 Unternehmen und 30 Verbände der Digitalwirtschaft EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zu konkreten Sanktionen gegen Googles Begünstigung eigener Dienste in den Suchergebnissen auffordern. „Google führt die EU-Kommission an der Nase herum. In der Digitalwirtschaft wächst der Unmut wegen der Nichtumsetzung der auferlegten Maßnahmen“, erklärte Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV.

 

Pressemitteilung VDZ: Kooperation von Google und Bundesgesundheitsministerium diskriminiert Verlagsangebote

Pressemitteilung BDZV: Zeitungsverleger kritisieren Gesundheitsministerium

Gemeinsame Pressemitteilung von BDZV und VDZ: Verlegerverbände - Verbot von Googles Selbstbegünstigung durchsetzen

Offener Brief der Digitalwirtschaft