Hamburger Pressegeschichte in Zeitungstiteln vom 17. bis 20. Jahrhundert von Klaus Tornier

In seinem gerade erschienenen Buch Hamburger Pressegeschichte in Zeitungstiteln vom 17. bis 20. Jahrhundert beschreibt der Journalist und Politologe Klaus Tornier die Höhepunkte in der Geschichte der Hamburger Presse.

Die im 17. Jahrhundert beginnende Zeitungsgeschichte ist mit rund 200 Titeln einmalig. Sie beginnt mit der Gründung der ‚Wöchentlichen Zeitung auß mehrerley örther‘ im Jahr 1618. Damit gehörte Hamburg zu den ersten Städten in Deutschland, die eine gedruckte Zeitung hervorbrachten. Es folgten weitere großartige Blätter, die Hamburg früh den Ruf einer Pressemetropole einbrachten.

Der ‚Hamburgische Correspondent‘ zum Beispiel entwickelte sich bald zu einer vorbildlich gemachten und in aller Welt gelesenen Zeitung.

Große Aufmerksamkeit weit über die deutschen Grenzen hinaus erwarben sich auch die ‚Hamburger Nachrichten‘, die nach dem Rücktritt von Otto Fürst Bismarck zu dessen Sprachrohr wurden. Später unterstützte das Blatt die Nationalsozialisten, die dann das Verlagshaus dieser ‚Nachrichten‘ am Speersort abreißen ließen, um dort für ihr ‚Hamburger Tageblatt‘ das noch existierende Pressehaus zu errichten.

Das wurde nach dem Krieg Sitz des von den Nazis verbotenem ‚Hamburger Echo‘, das zuvor schon im 19. Jahrhundert unter dem Sozialistengesetz drangsaliert worden war.

Damals kam mit dem ‚Hamburger Generalanzeiger‘ ein neuer Zeitungstyp auf den Markt, der sich nicht nur an die Bildungsbürger wandte, sondern auch Hafen- und Industriearbeiter bediente. Sein Verlagshaus am Gänsemarkt wurde nach dem Krieg die Zentrale für den Neuaufbau einer freien Presse unter Aufsicht der britischen Besatzer.

Klaus Tornier beschreibt die Historie sowie die gesamte Entwicklung des Pressewesens in Hamburg bis in die heutige Zeit. Sein Nachschlagewerk kostet 25 € und ist überall im Buchhandel zu haben.

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