Es war vorauszusehen: Die iranischen Behörden gehen verschärft gegen Journalisten/innen vor, die den offiziellen Darstellungen zum Ausmaß der Corona-Krise des Landes widersprechen. Nach Darstellung der Organisation Reporter ohne Grenzen haben Geheimdienst und Revolutionswächter inzwischen Medienschaffende wegen ihrer Berichterstattung über die Epidemie zu Verhören vorgeladen. Mehreren von ihnen wird zur Last gelegt, sie hätten Gerüchte verbreitet. Besonders betroffen sind jene Berichterstatter, die aufgrund eigener Recherchen die amtlichen Zahlen zu Corona-Todesfällen in Zweifel gezogen haben. (hk)
Reporter ohne Grenzen: Repressalien wegen Corona-Berichterstattung
Münchner Merkur: Corona-Todesfälle im Iran steigen drastisch - Proteste nach Sperrung heiliger Stätten