BVDZ: Yoko Ono gestaltet Titelseite für deutsche Tageszeitungen

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat die international bekannte Künstlerin Yoko Ono dafür gewonnen, zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai ein Kunstwerk zu schaffen, das allen Mitgliedsverlagen als Titelseite zur Verfügung gestellt wird. Das Motiv: Auf großer Leerfläche die Botschaft „free you, free me, free us, free them“, handgeschrieben von Yoko Ono.

Über das Thema Meinungs- und Pressefreiheit werde derzeit so intensiv diskutiert wie schon lange nicht, erklärte dazu BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Jüngste Berichte aus Ländern wie der Türkei, Russland oder Mexiko seien zutiefst Besorgnis erregend. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Europarats habe ergeben, dass Angriffe gegen Journalisten auch in Europa zugenommen hätten. Zur Situation in Deutschland sagte der BDZV-Hauptgeschäftsführer, dass hinter der erschreckenden Zunahme von Fake News in den sozialen Medien wie auch den „Lügenpresse“-Vorwürfen gezielte Interessen stünden, das Vertrauen der Bevölkerung in eine umfassende und wahrheitsgetreue Berichterstattung der Medien zu erschüttern. Hier sei es Aufgabe gerade auch der Zeitungen, mit gutem Journalismus gegenzuhalten und die täglichen Arbeitsprozesse gedruckt und digital transparent zu machen. Keine Hilfe erwarte er dabei von dem geplanten Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Dies sei zwar gut gemeint. Der BDZV vertrete jedoch die Auffassung, dass Plattformen wie Facebook nicht für die auf ihnen dargestellten Inhalte haften sollten, sondern primär verantwortlich der Urheber bleibe. „Plattformen sind keine Verleger und sollten auch nicht so behandelt werden.“ 

 

Pressemitteilung des BDZV

Yoko Ono