Der Marion Dönhoff Preis würdigt Menschen, die sich aus eigener Kraft und innerer Überzeugung für Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern einsetzen und hält das Andenken an die langjährige Chefredakteurin und Herausgeberin der ZEIT, Marion Gräfin Dönhoff, wach.
2017 vergaben die ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Marion Dönhoff Stiftung den Preis zum 15. Mal. Die Verleihung fand am 3. Dezember 2017 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hielten die Laudationes.
Die Jury besteht aus Friedrich Dönhoff, Norbert Frei, Astrid Frohloff, Manfred Lahnstein, Matthias Naß, Janusz Reiter, Theo Sommer und Anne Will.
Für die New York Times nahm Chefredakteur Dean Baquet den Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung entgegen. Der Förderpreis ging an die überparteiliche und unabhängige Bürgerbewegung Pulse of Europe. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.
In seiner Laudatio nannte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die New York Times eine „globale Autorität“ der Aufklärung und des hervorragenden Journalismus.
Die Jury zeichnete die New York Times als einflussreichste Tageszeitung der Welt aus, die seit Jahrzehnten internationale Maßstäbe in der Gestaltung und Weiterentwicklung des Qualitätsjournalismus setzt. Im Rahmen ihres „Project 2020“ investierte die New York Times fünf Mio. Dollar in neue Stellen für die Berichterstattung. Im ersten Quartal 2017 konnte sie einen Rekordzuwachs von über 300.000 digitalen Abonnements verzeichnen. Pulse of Europe hält als überparteiliche und unabhängige Bürgerbewegung das Ziel einer europäischen Wertegemeinschaft wach. „Die Initiative engagiert sich gegen Populismus und Nationalismus und macht damit all jenen Mut, die ihre Zukunft in einem vereinten, demokratischen Europa sehen“, so die Jurybegründung.