Österreichische Volksstimme
Die Österreichische Volksstimme war das Zentralorgan der KPÖ, der Kommunistischen Partei Österreichs. Sie war das Nachfolgeorgan der Roten Fahne, die von 1919 bis 1939 erschien.
Die erste Ausgabe des neu gegründeten Parteiblattes Österreichische Volksstimme erschien am 5. August 1945. Die Verbreitung war landesweit (Auflage ca. 100.000), wurde aber ergänzt durch mehrere Regionalausgaben für verschiedene Bundesländer. Ab Oktober 1945 z.B. der Volkswille für Kärnten.
Erster Chefredakteur war Erwin Zucker-Schilling, der ab 1934 schon Chefredakteur der Roten Fahne gewesen war. In der Illegalität veröffentlichte Zucker unter den Pseudonymen Schilling und Hugo Wiener. 1939 war er über die Türkei nach Moskau gegangen, wo er am deutschsprachigen Sender Österreich mitwirkte.
Bis die Viermächtebesatzung 1955 mit dem Staatsvertrag beendet wurde gingen die Grenzlinien des Kalten Kriegs zwischen Ost und West quer durch Österreich. Was in den unterschiedlich aufgestellten Medien unschwer abzulesen ist. Österreichische Innenpolitik wurde damals oft durch die Außenpolitik der gegensätzlichen Blöcke überschattet.
(hhb)