Wiener Kurier
Der Wiener Kurier wurde von der amerikanischen Besatzungsmacht in Österreich am 27. August 1945 als Heeresgruppenzeitung gestartet. Wegen seiner innovativen Aufmachung und der bunt durchmischten Beiträge wurde der Kurier bald zur ersten Boulevard-Zeitung in Österreich. Seine Startauflage von rund 150.000 wuchs schnell auf durchschnittlich 300.000 und in der Spitze sogar auf vorübergehend knapp 450.000. Damit wurde der Wiener Kurier in den ersten Nachkriegsjahren zur unüberhörbaren Gegenstimme für die Sowjets, in einer beginnenden Propagandaschlacht zwischen ihnen und den Amerikanern. Denn die Sowjets attackierten und verunglimpften die Amerikaner in ihren Blättern auf immer dreistere Weise.
Der Wiener Kurier wurde erst 1954 von den US-Besatzungstruppen an ein privates Konsortium um Ludwig Polsterer gegeben. Damals wurde Hans Dichand Chefredakteur.
(hhb)