Ein Blutmontag in Harburg

Harburger Blutmontag

Nachdem am 13. März 1920 nationalistische Kräfte versucht hatten, gegen die Regierung von Gustav Bauer/SPD in der gerade geschaffenen Weimarer Republik zu putschen – bekannt geworden als sog. Kapp-Putsch – kann es auch andernorts zu Umsturzversuchen.

In Harburg stellte sich eine Einwohnerwehr diesen Putschisten entgegen. Dieser politische Kampf endete blutig im Umfeld der Heimfelder Mittelschule mit 25 Toten und mehr als 50 Verletzten.

Die Harburger Anzeigen und Nachrichten berichteten tags darauf:

„Das Gebäude der Heimfelder Mittelschule sieht innen und außen wüst aus. Von den Fenstern ist kaum eins auch nur einigermaßen heil geblieben. Die Mauern und Türen weisen starke Spuren der Schießerei auf. [...] Die letzten Leichen sind heute Morgen aus der Schule herausgeschafft worden.“

Der ► NDR erinnerte am 15. März 2025 an diese Ereignisse.

16. März 1920 Volksblatt für Harburg, Wilhelmsburg und Umgebung (© Staatsarchiv Hamburg)

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