Das Attentat während der Olympiade in München

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Die Olympischen Sommerspiele 1972 waren als heitere Spiele geplant – anders als sein propagandistisch aufgeblasener Vorgänger im Jahr 1936. Doch diese Idee fand am 5. September sein Ende, nachdem acht Mitglieder des palästinensischen Terrorkommandos "Schwarzer September" das israelitische Mannschaftsquartier im olympischen Dorf gestürmt und sofort zwei Sportler der Equipe erschossen hatten. Neun weitere Olympioniken, Trainer und Kampfrichter wurden als Geiseln genommen. Die sofort gestartete Befreiungsaktion schlug total fehl: Dabei wurden auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck alle Geiseln getötet, fünf der Terroristen und ein bayrischer Polizeibeamter. Die drei überlebenden Attentäter wurden inhaftiert. Sie sollten dann einige Wochen später durch eine Entführung der Lufthansa-Maschine "Kiel" wieder freigepresst werden.

(hhb)

 

Quellen:

Ein Tag im September / Dokumentarfilm der BBC

5. September: Ein Attentat erschüttert die Sommerspiele / BR 5.9.2022

Michael Kuhlmann: Die Olympischen Spiele 1972 – Münchens Sommertragödie / SWR 25.7.2024

Olympische Spiele 1972 in München: Wie die DDR beim Attentat zusah / NDR vom 5.9.2024

Lars-Olav Beier: Terror in Echtzeit / SPIEGEL 2/2025 vom 6.1.2025

Rechts Walter Scheel am Rednerpult auf der Tribüne, daneben Bundespräsident Gustav Heinemann

Copyright: Bundesarchiv B 145 Bild-F037753-0007, 6. September 1972, Fotograf Ludwig Wegmann