Am 5. September 1977 überfielen Angehörige der linksextremistischen terroristischen RAF-Gruppe die Wagenkolonne des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, erschossen seinen Fahrer und die drei ihm als Eskorte folgenden Personenschützer. Schleyer selbst wurde entführt mit dem Ziel, die bereits 1972 verhafteten RAF-Führer Baader, Ensslin, Raspe & Co. wieder freizupressen.
Die Bundesregierung unter Helmut Schmidt kam dieser Forderung allerdings nicht nach. Schleyer, der in einer konspirativen Wohnung in gefangen gehalten worden war, wurde daraufhin am 18. Oktober von seinen Entführern durch mehrere Kopfschüsse ermordet. Sein Leichnam wurde dann im Kofferraum eines Autos in Mülhausen gefunden.
(hhb)
Quellen:
„Ich bin in Schuld verstrickt“ – Gianni di Lorenzo im Gespräch mit Helmut Schmidt / in ZEITonline gemäß DIE ZEIT 36/1977 vom 30.8.1977
Killer-Krieg gegen den Staat / Spiegel 38/1977 vom 11.9.1977
Eigentlich müßte jeder verdächtig sein / Spiegel 38/1977 vom 11.9.1977
Die Deutschen sind irrsinnig geworden – exotische Lösungen zur Befreiung Schleyers im Herbst 1977 / SPIEGEL 36/1987 vom 30.8.1987
Boock nennt Namen von Schleyers mutmaßlichen Mördern / SPIEGEL vom 7.9.2007
Amtswechsel beim Vorsitz des Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI); vlnr.: Hans-Günther Sohl, Helmut Schmidt und Hanns Martin Schleyer im Gespräch im Bundeskanzleramt
Copyright: Bundesarchiv B 145 Bild-50145-22, 14. Februar 1972; Fotograf Detlef Gräfingholt