Ehm Welk

Ehm Welk, Journalist, Schriftsteller und Gründer mehrerer Volkshochschulen, arbeitete als Journalist und Chefradakteur für viele unterschiedliche Zeitungen und geriet als Chefredakteur der Grünen Post mit Goebbels in Konflikt. Er wurde kurzfristig im KZ Oranienburg inhaftiert und erhielt Berufsverbot. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging er nach Mecklenburg, gründete dort sechs Volkshochschulen und konzentrierte sich weiter auf seine literarische Laufbahn.

Gustav Emil Welk wurde am 29. August 1884 als Sohn eines Mitarbeiters der Molkerei Bolle in Biesenbrow, Landkreis Uckermark, geboren. Dort besuchte er von 1890 bis 1898 die einklassige Dorfschule und erhielt nebenher Privatunterricht. 1890 zog er mit 16 Jahren nach Stettin, wo er in einer Weingroßhandlung eine kaufmännische Lehre absolvierte. Sein Ziel war aber schon damals, Journalist zu werden. Darum begann er 1904 als Volontär bei der Stettiner Abendpost, wurde bald darauf Mitarbeiter bei den liberalen Stettiner Neuesten Nachrichten und war schließlich bei der liberal-konservativen Provinzial-Zeitung in Geestemünde-Bremerhaven der damals jüngste Chefredakteur in Deutschland.

Neben dieser Tätigkeit für verschiedene Zeitungen hatte er begonnen, auch literarisch zu arbeiten – anfangs an einem Schauspiel über Klaus Störtebeker. 1909 war er kurzzeitig Chefredakteur der Stolper Neuesten Nachrichten und ab dem Jahr darauf beim Braunschweiger Allgemeinen Anzeiger.

1915 wurde er zu einer Infanterie-Division eingezogen und kam als Sanitätssoldat nach Mazedonien, wo er sich mit Malaria infizierte und lebensbedrohlich erkrankte. Im Lazarett begann er, Antikriegsgeschichten zu schreiben. Nach seiner Genesung wurde er 1917 auch aus dem Militärdienst entlassen und kehrte 1918 zurück zum Braunschweiger Anzeiger. 1919 wurde er Chefredakteur der Braunschweiger Morgenzeitung und trat für kurze Zeit in die Deutsche Demokratische Partei DDP ein. Von 1920 bis 1922 schrieb er zudem als Leitartikler für das Leipziger Tageblatt. Seine Kritik an antidemokratischen Äußerungen einiger Kollegen der konservativen Presse führte zu seinem Ausschluss aus dem Reichsverband der Deutschen Presse.

1922 reiste Emil Welk als Seemann auf einem Handelsschiff in die USA und nach Lateinamerika. 1923 kam er zurück nach Berlin und arbeitete wieder als Journalist. Außerdem verfasste er zwei revolutionäre Theaterstücke, die beide Skandale auslösten und trotz ihres Publikumserfolgs schnell wieder vom Spielplan verschwanden. Seinen Spitznamen Ehm hatte er inzwischen zum Rufnamen gemacht.

1927 wurde er Redakteur bei der vom Ullstein-Verlag gegründeten Sonntagszeitung Grüne Post, die sich mit ihrem Angebot aus Politik, Wirtschaft, Fortsetzungsromanen, Rätselaufgaben, Bildgeschichten und Kinderseiten zu einem Auflagenerfolg entwickelte. Als Nachfolger von Richard Katz übernahm Welk gegen Ende der Weimarer Republik die Leitung des Blattes.

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Copyright: Von Bundesarchiv, Bild 183-14620-0002 / Köhler, Gustav / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=132190305

Am 29. April 1934 reagierte Welk in der Grünen Post auf eine zynische Rede, die Goebbels zehn Tage zuvor bei der Führertagung des Reichsverbandes der Deutschen Presse gehalten hatte. Darin hatte er unter anderem geäußert: „Die Presse hat kein Gesicht mehr, nicht deshalb, weil man ihr das Gesicht genommen hätte, sondern weil die kein Gesicht haben, die sie schreiben! Und: „Die schreibende Zunft in Deutschland solle doch einfach etwas mutiger sein, anstatt über die NS-Zensur zu jammern. Ich kann die Presse nicht mutiger machen, als sie ist.“

Der Reichspropagandaminister Goebbels hatte am 19. April 1934 im Rahmen der Führertagung des Reichsverbandes der Deutschen Presse eine Rede gehalten über ‚Die Aufgaben der deutschen Presse im neuen Reich‘. Hier ein Auszug – voller Zynismus sagte er:

„Im Laufe eines Jahres hat sich das Gesicht der Presse grundlegend geändert. Wenn heute noch Fehler und Mängel da sind, so weniger aus Böswilligkeit als aus Mangel an Instinkt. Die Menschen wollen, aber sie können nicht. Es ist zu viel verlangt, dass die Homere der Demokratie nun auch die Homere des Dritten Reiches werden. Da diese Menschen, auf dem für sie glatten Boden des Nationalsozialismus ganz unbewandert, von panischem Schrecken befallen sind, sie könnten etwas falsch machen, tun sie lieber etwas zu viel als etwas zu wenig. Die Skala der lobspendenden Worte wiederholt sich dauernd. Das ergibt dann die berüchtigte Eintönigkeit.

Die Presse hat kein Gesicht mehr, nicht deshalb, weil man ihr das Gesicht genommen hätte, sondern weil die kein Gesicht haben, die sie schreiben! Wir haben heute die sonderbare Ehre, am meisten in den Blättern gelobt zu werden, die uns früher am meisten angetan haben. Wir verzichten aber darauf, und es wäre uns lieber, sie stünden in charaktervoller Reserve, so wie mir auch die viel lieber sind, die aus Charakter der Partei fernblieben, als die, die sofort die Situation ausnutzten und sich mit einem gewagten Sprung in die Partei hinüberretteten!

Ich kann die Presse nicht mutiger machen, als sie ist. Hat sie nicht den Mut, eine aufrechte Gesinnung zu vertreten, kann man auch nicht von ihr verlangen, dass sie ein vielgestaltiges Bild prägt. Wie gut könnte man doch Zeitkrankheiten unter die Lupe nehmen! Es gibt eine ganze Reihe solcher Zeitkrankheiten, die sich immer im Gefolge einer Revolution zeigen. Aber man findet den Mut nicht, dagegen anzukämpfen. Alles wird als Nationalsozialismus angesehen, und das nur, weil man den Nationalsozialismus nicht kennt.

So müssen wir denn Mittel und Wege suchen, um der Presse auf die Dauer ein anderes Gesicht zu geben. Es muss allmählich junges Blut in sie eingeführt werden, es müssen Menschen kommen, die im Geiste des Nationalsozialismus erzogen sind, die ihn im Blut haben. Wenn die Presse wirklich das Wesen des Nationalsozialismus erfasst hat, wird sie auch sehr bald ein anderes Gesicht tragen. Von der Eintönigkeit der Presse zu sprechen ist falsch; eintönig oder zweitönig ist der, der sie schreibt.“

Welks Antwort auf diese Schmähung war zehn Tage danach sein offener Brief unter dem Titel „Herr Reichsminister, ein Wort bitte“. Darin äußerte er sich satirisch über die Arbeitsweise des Propagandaministers und über das Plagiat der Grünen Post durch die Nazi-Zeitung Die Braune Post:

Zehn Tage nach der Rede von Goebbels antwortete ihm Ehm Welk unter seinem Pseudonym Thomas Trimm in Form eines offenen Briefes auf der Titelseite der Grünen Post des Ullstein-Verlags am 29.April 1934:

„Herr Reichsminister – ein Wort bitte!

Sie haben, Herr Reichsminister Dr. Goebbels, sich kürzlich in einer großen Rede vor Presseleuten über die Presse beklagt: über ihre Gleichförmigkeit, ihre Langweiligkeit, über den Verzicht auf Kritik, über den Mangel an Mut. Und Sie haben an jenem Abend etwas erlebt, das dem Verfasser des ‚Muckerbriefes‘ sicher ein Schmunzeln entlockt hat: Sie erlebten, dass die von Ihnen nicht gerade Gestreichelten durch lauten Beifall die Berechtigung Ihrer Unzufriedenheit anerkannten. Glauben Sie aber bitte deshalb nicht, dass der Fall Presse nun wirklich, wie Sie annehmen, „für diese Generation hoffnungslos ist“.

Es ist nicht hoffnungslos, weil uns die alte Erkenntnis vom Menschen sagt, dass der Mensch einmal jede neue Erscheinung gern vervielfältigt, ohne um die Gleichheit der Kräfte besorgt zu sein, welche die Erscheinung bedingen und bewegen; dass er zum anderen aber auch bemüht ist, allen aus der gleichen Kraft wachsenden Erscheinungen das gleiche Gesicht zu geben. Für diesen Zweck vergewaltigt er eine Zeitlang sogar gern das Leben und die Natur. Bis die bunte Vielfältigkeit des Lebens sich als mächtiger erweist und auf Tausenden und Millionen verschiedenen Gesichtern den einen mächtigen Lebenswillen und die eine geistige Kraft eines erwachten Volkes offenbart.

Und so darf ich von meinem Redaktionstisch aus die Gleichförmigkeit der Presse auch so sehen: Wir gaben der Grünen Post als der ersten großen deutschen Sonntagszeitung einen bestimmten Inhalt und eine bestimmte Gestalt. Einen Inhalt, der sich im Kampf für den großdeutschen Gedanken, in Heimat- und Tierliebe, in der Pflege deutschen Brauchtums und deutscher Sitte kundtut. Wenn man heute in so vielen deutschen Ländern die von uns gefundene Form des Blattes bis in zufällige Einzelheiten kopiert und den Inhalt zu kopieren versucht und so eine traurige Gleichförmigkeit auch noch der Sonntagszeitungen in Deutschland schafft – Herr Reichsminister, sollen nun wir wieder eine neue Form suchen?

Ein Zweites: Wenn man sieben Jahre lang für die Beseitigung der Kluft zwischen Stadt und Land gekämpft hat; rücksichtslos war selbst gegen Kleinigkeiten, wie gegen das meist gedankenlos gebrauchte Wort ‚Bäuerlein‘; wenn man die heimatliche Ackererde an den Schuhen noch über den Asphalt der Großstadt trug – Herr Reichsminister, dann empfand man es schon vor Ihrer Feststellung als öde Gleichförmigkeit, wenn nun jedes Blatt in jeder Nummer von „Blut und Scholle“ redet und so tut, als wäre der stadtgeborene Mensch zweitrangig. Menschen, von deren Vorfahren väterlicher- und mütterlicherseits nie einer in der Stadt zur Welt kam, dürfen die literarischen Versuche, aus Bauern besondere Tugendhelden und Engel zu machen, schon belächeln; sie dürfen bei der Flut dieser bombastischen Schollen-Literatur an den Vergleich denken, den sie früher bei der Asphalt-Literatur mit einem landwirtschaftlichen Produkt zogen. Tatsächlich kam mal ein Mann und offerierte: „Ich kann Ihnen alles liefern, was heute geht, alles so mit ‚tum‘ und ‚brauch‘!“ Können wir das Übel abstoppen? Es muss sich von selber totlaufen. Unsereins freilich ist gezwungen, in seinem Blatte liebgewordene Sachen abbremsen zu müssen. Zur Vermeidung der Gleichförmigkeit.

Ebenso ist es nun plötzlich mit dem Auslandsdeutschtum. Ihr Ministerium, Herr Reichsminister, weiß, wie sehr dieses Blatt sieben Jahre lang für Hunderttausende im Ausland die Brücke zur Heimat war. Aus welchem Grunde es ja auch in vielen Ländern verboten wurde. Schon damals, vor Jahren. Wenn nun heute für jedes Blatt das Auslandsdeutschtum Trumpf geworden ist, so wirkt das wohl nur darum eintönig, dass nicht der Atem der Heimat mittelbar durch Veröffentlichung deutscher Volks- und Landschaftsschilderungen übermittelt wird, sondern dass der propagandistische Wille oft zu plump und zu uniform sichtbar gemacht wird.

Sie sind, Herr Reichsminister, ein Freund des Witzes und der Ironie. Wer so arbeitet, wird nicht leicht gleichförmig. Unsere Grenzen sind da aber enger gezogen. Früher, da konnten wir zum Beispiel diese geistige Übung gelegentlich auch an behördlichen Maßnahmen und behördlichen Personen erproben – Herr Reichsminister, bei aller Aufforderung von Ihnen: ich weiß nicht recht – --

Vielleicht kenne ich Sie zu wenig. Aber das ist nicht meine Schuld. Sie gehen zwar immer wieder unters Volk, aber mit uns, den Angehörigen der Nichtparteipresse, kommen Sie nicht so sehr in Berührung, denn mir scheint doch, wir sind alle ohne Unterschied für Sie die alte Presse. Da ich aber auch nicht zu Ihnen kommen kann, denn Sie wohnen in einem großen Haus mit tausend Zimmern, da sitzen tausend Männer drin, und tausend Vorzimmer sind da, da sitzen wahrscheinlich schon zehntausend Menschen drin, schrieb ich das hier auf.

Es soll Ihnen eigentlich nur ganz respektvoll sagen, dass auch diesseits des Tores der Boden unseres Vaterlandes mit der gleichen innigen Liebe zum Volk betreut wird wie jenseits des Tores. Und dass es nicht immer Mangel an Mut ist, wenn man den eigenen Spaten weglegt und mit dem behördlich gelieferten gräbt. Das Entscheidende ist doch: das Saatgut!“

(Quelle: Peter de Mendelssohn - Pressestadt Berlin / Ullstein-Verlag 1959)

Die Grüne Post vom 29. April 1934 wurde, kaum ausgedruckt, sofort beschlagnahmt und sogar in den Verkaufsstellen wieder eingesammelt. Das Erscheinen des Blattes wurde für drei Monate verboten und der Verlag bekam die Anweisung, den Chefredakteur Welk sofort zu entlassen. Eine Begründung für dieses Verbot und die Entlassung von Welk war in der Revalschen Zeitung vom 3. Mai 1934 zu lesen.

„Die Grüne Post“ verboten.
Berlin, 30. April.

Die im Verlag Ullstein erscheinende Wochenzeitung „Die Grüne Post" ist auf die Dauer von drei Monaten wegen des Artikels „Herr Reichsminister, ein Wort bitte!" von Thomas Trimm in der Ausgabe vom 29. April 1934 verboten worden. Hierzu wird erklärt, daß dieses Verbot notwendig war, um die Autorität der nationalsozialistischen Regierung zu wahren. Außerdem soll durch dieses Verbot die ehrliche Arbeit der deutschen Schriftleiter um die Hebung der deutschen Presse und um ihre Bewahrung vor Schädlingen des Berufsstandes geschützt werden. Der Artikel stelle eine einzige verantwortungslose Verunglimpfung der Absicht des Reichspropagandaministers Dr. Goebbels dar, die Gleichförmigkeit in der deutschen Presse aufzulockern. In keiner Zeile zeige der Verfasser den Willen, das Seine zu diesem angestrebten Ziel beizutragen, wie das eben zahlreiche andre Schriftleiter durch Aufsätze zum Thema getan haben, die im Ton maßvoll, manchmal sogar scharf waren, aber im Inhalt ihrer Ausführungen ein aufrichtiges Ringen um die Probleme erkennen ließen. Weiter heißt es: „Der Verfasser des Aufsatzes ist zu feige, mit seinem wahren Namen an die Öffentlichkeit zu treten. Er gebraucht ein Pseudonym, das schon im Gleichklang der Anfangsbuchstaben an die übeln Zeiten der Peter-Panter-(Theobald-Tiger)-Journalistik erinnert. Der wahre Name des Verfassers ist Ehm Welk. Dieser Mann ist Hauptschriftleiter einer Zeitung, die in erster Linie für das Landvolk bestimmt ist. Durch gekünstelte Wortbildungen versucht er, in diesem Aufsatz nationalsozialistische Begriffe, die heute jedem deutschen Bauer heilig sind, zu verdrehen und lächerlich zu machen. Darüber hinaus wagt es dieser Mann, ein Ministerium, das stolz darauf ist, in besonderem Maße volksnah zu sein, in der Öffentlichkeit dadurch herabzusetzen, daß er es so darstellt, als ob die direkte Verbindung von Volk und Ministerium nicht möglich sei. Anstatt dazu beizutragen, diesem nur für das Wohl des Volkes Tag und Nacht arbeitenden Ministerium und seinen Beamten die Arbeit zu erleichtern und aufklärend dahin zu wirken, daß es eben ohne eine gewisse Ordnung nicht geht, spricht dieser Mann in seinem Aufsatz von tausend Zimmern und tausend Vorzimmern, um damit dem Reichsministerium artfremden Bürokratismus zu unterstellen. Das Verbot ist dadurch gerechtfertigt, daß auch nach Erlaß des Schriftleitcrgesetzes die Verlage durch zweckbewußte Personalpolitik die Pflicht haben für die Gesamthaltung ihrer Verlagserzeugnisse in ihrer Arbeit für den nationalsozialistischen Aufbau Sorge zu tragen. Der Verlag Ullstein ist dieser Aufgabe nicht nachgekommen, als er einen Mann, wie Ehm Welk zum Hauptschriftleiter ausgerechnet einer Landzeitung bestellte."

(Quelle: Revalsche Zeitung vom 3. Mai 1934)

Ehm Welk selbst wurde inhaftiert und ins KZ Oranienburg überstellt. Außerdem erhielt er Berufsverbot als Journalist und Redakteur. Nach massiven Protesten von in Berlin akkreditierten ausländischen Journalisten kam er bald wieder frei und übersiedelte nach Lübbenau in den Spreewald. 1940 kehrte er nach Mecklenburg zurück, nach Neuenkirchen bei Stettin. In dieser Zeit schrieb er, wie von der Schrifttumskammer angeordnet, mehrere „unpolitische Bücher“, darunter seine viel gelesene Kummerow-Trilogie, die auch in der NS-Zeit erscheinen durfte. Darin schilderte er auf humoristische Weise und in der Tradition von Fritz Reuter das dörfliche Leben in Pommern – ohne geringste Zugeständnis an die NS-Ideologie. Seine Bücher waren so erfolgreich, dass auch die Nazis ohne sein Zutun daran teilhaben wollten. Zum Beispiel für die Wehrmacht, als Unterhaltung und Entspannung für die Frontsoldaten.

Nach dem Krieg blieb Welk in der DDR, trat in die KPD ein und initiierte ab 1946 die Einrichtung von insgesamt sechs Volkshochschulen. In Schwerin war er drei Jahre ihr Direktor.

1950 ließ er sich in Bad Doberan nieder, wo er am 19. Dezember 1966 starb und auf dem Friedhof an der Waldstraße beigesetzt wurde.

1954 hatte er den Nationalpreis der DDR erhalten und war im gleichen Jahr Ehrenbürger in Angermünde sowie in Bad Doberan geworden. Die Universität Greifswald verlieh ihm 1956 die Ehrendoktor-Würde und ernannte ihn 1964 zum Professor ihrer Philosophischen Fakultät.

(hhb)

 

Quellen:

Thomas Diecks: Welk, Ehm (eigentlich bis 1924 Emil) Journalist / Deutsche Biographie

Die Grüne Post verboten / Revalsche Zeitung Nr. 98 vom 3. Mai 1934

 

Bücher

Ehm Welk: Die Heiden von Kummerow / 1937

Ehm Welk: Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer / 1938

Ehm Welk: Die Gerechten von Kummerow / 1943

Ehm Welk: Im Morgennebel

Peter de Mendelssohn: Zeitungsstadt Berlin / Ullstein Verlag 1959

Konrad Reich: Ehm Welk – Stationen eines Lebens / Hinstorff Rostock 1983