August Madsack wurde am 18. Dezember 1858 in Hirschfeld/Ostpreußen als jüngster Sohn eines Landwirts geboren. Nach einer Lehre als Buchdrucker arbeitete er von 1875 bis 1892 bei verschiedenen deutschsprachigen Zeitungen in Sankt Petersburg, in Reval und Riga, wo er zuletzt als Verlagsleiter beim Rigaer Tagblatt tätig war. Zu Zeiten von Zar Alexander III. erschwerte der nun auch in Lettland aufkommende russische Nationalismus die Situation für deutschsprachige Zeitungen spürbar.
Aus diesem Grund ging Madsack 1892 nach Hannover und startete dort am 1. März 1893 seine eigene Zeitung, den Hannoverschen Anzeiger, als „Unparteiisches Organ für Jedermann“. Erstauflage 48.000 Exemplare, die er bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs auf im Jahresdurchschnitt 112.000 erhöhen konnte. Der Umfang seines Generalanzeigers wuchs dabei zeitweise auf bis zu 60 Seiten.
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Madsacks verlegerisches Leitmotiv: „Zeitung machen kann man nur mit dem Herzen und nur, wenn das, was wir sagen und schreiben, unserem Glauben und unserer innersten Überzeugung entspricht.“ Außerdem brachte er das Familienblatt Land und Garten heraus.
1928 erbaute er das vom Hamburger Architekten Fritz Höger entworfene Anzeiger-Hochhaus an der Goseriede, ein modernes Hochhaus im Stil des damals typischen Backstein-Expressionismus. Bis heute ein wichtiges Wahrzeichen für Hannover. Mit einem Planetarium unter der Kuppel und angeschlossener Druckerei, die technisch stets auf dem neuesten Stand gehalten wurde.
August Madsack starb am 5. Februar 1933 im Alter von 74 Jahren in Hannover.
Heute wird ein nach ihm benannter August-Madsack-Preis jährlich für herausragende Arbeiten und Ideen des Qualitätsjournalismus sowie des Managements unternehmensintern verliehen. Der Madsack-Verlag ist heute der größte Medienkonzern in Niedersachsen.
(hhb)