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Ungarn: Oppositions-Zeitung an Orbán-Vertrauten verkauft

Die Pressefreiheit in Ungarn hat durch einen Täuschungstrick erneut schweren Schaden genommen. Die Vorgänge um regierungskritische Tageszeitung „Népszabadság“ sind ein Skandal in zwei Akten. Am 9. Oktober war das Blatt wegen angeblicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten von der Herausgebergesellschaft „Mediaworks“, die im Besitz der österreichischen Investment-Firma „Vienna Capital Partners“ war, über Nacht geschlossen worden. Die Redaktion wurde aus ihren Büros ausgesperrt. Jetzt hat der Oligarch und Freund des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, Lörinc Mészáros, über seine Firma „Opimus Presse“ den „Media“-Verlag gekauft. „Népszabadság“ hatte in letzter Zeit zahlreiche Skandale in der Orbán-Partei „Fidesz“ enthüllt und war so ins Visier des Ministerpräsidenten geraten. (ms)

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/ungarn-nepszabadsag-oppositionszeitung-verkauft-viktor-orban

http://de.ejo-online.eu/pressefreiheit/hin-zu-einem-autoritaeren-medienregime-in-ungarn