Der 59-Jährige hatte am vergangenen Dienstag das Konsulat in Istanbul besucht, um Papiere für seine Hochzeit abzuholen. Seine Verlobte alarmierte die Medien, als Khashoggi nicht wieder aus dem Gebäude herauskam. Der Journalist arbeitete für die „Washington Post“ und lebte im Exil in den USA. In seinen Beiträgen hatte er die Politik des saudischen Königshauses wegen des Kriegs im Jemen und der Festnahme von Frauenrechtlerinnen scharf kritisiert. Unter anderem hatte er dem einflussreichen Kronprinzen Mohammed bin Salman vorgeworfen, er „handelt wie Putin“. Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung türkischer Ermittler, Khashoggi sei offenbar einem Mordkomplott zum Opfer gefallen. Ein Sprecher des Konsulats wies gegenüber der saudischen Nachrichtenagentur SPA die „grundlosen Vorwürfe“ zurück. (ms)
Spiegel online: Türkei bekräftigt Vorwürfe gegen Saudi-Arabien
Kurier: Türkei geht von Journalistenmord in saudischem Konsulat aus
FAZ.net: Khashoggi soll Konsulat nicht auf normalem Weg verlassen haben
Tagesschau.de: Wurde Khashoggi in Istanbul ermordet?