Innere Pressefreiheit: Der SPIEGEL-Skandal - ein Stück aus dem Tollhaus

Fünf Monate nach Aufdeckung der Fälschungen des SPIEGEL-Autors Claas Relotius hat die vom neuen Chefredakteur Steffen Klusmann und der Geschäftsführung des Nachrichtenmagazins eingesetzte Untersuchungskommission ihren Bericht vorgelegt. In der aktuellen Ausgabe des SPIEGELS werden auf 17 Seiten Auszüge abgedruckt. Die darin geschilderten Vorgänge lesen sich wie ein Stück aus dem Tollhaus. Besonders skandalös war das Verhalten vom Chef des Gesellschaftsressorts und der Blattleitung, als ein freier Mitarbeiter handfeste Hinweise präsentierte, dass Relotius bei einer Reportage an der amerikanisch-mexikanischen Grenze gefälscht hatte. Daraufhin wurde er verdächtigt, einen preisgekrönten Star-Reporter aus Konkurrenzneid madig machen zu wollen. Erst als der auf eigene Kosten in den USA Beweise recherchierte, konnte Relotius zu einem Geständnis bewegt werden. (ms)

 

Süddeutsche.de: "Spiegel" veröffentlicht Abschlussbericht zum Fall Relotius

FAZ.net: „Ein verheerendes Bild“

Handelsblatt: „Spiegel“ sieht sich in Relotius-Affäre entlastet

Meedia: Spiegel legt Abschlussbericht im Fall Relotius vor: “In seiner Verdichtung ein verheerendes Bild”

Spiegel online: Hier ist der Abschlussbericht der Aufklärungskommission zum Fall Relotius