Juristische Keule

 

Privat, nicht privat oder greift die Pressefreiheit? Darum geht es nun rechtlich in der Sache des heimlich aufgenommenen Skandalvideos von Ibiza, das Heinz-Christian Strache, den ehemaligen Vize-Kanzler Österreichs, in einer politisch kompromittierenden Szene zeigt. Strache hat nun gegen den Spiegel und die Süddeutsche Zeitung Strafanzeige gestellt. In dem Video stellt Strache einer angeblich reichen Russin wirtschaftliche Gegenleistungen für finanzielle Unterstützung in Aussicht. Die Ermittlungsbehörden prüfen nun, ob ein Anfangsverdacht vorliegt, wonach Ausschnitte aus dem Video nicht hätten gezeigt werden dürfen – oder ob das öffentliche Interesse überwog. Die Strafanzeigen beziehen sich auf das „Zugänglichmachen von Bildaufnahmen, die geeignet sind, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden“ und das „Zugänglichmachen von höchstpersönlichen Bildaufnahmen“. (hk)

 

Stern: Ex-FPÖ-Chef Strache stellt Strafanträge in Deutschland: "Spiegel" und "SZ" im Visier

Süddeutsche Zeitung: Strache stellt Strafanzeige wegen Ibiza-Video