Am 23. November will die NPD in Hannover gegen drei Journalisten auf die Straße gehen – die Demonstration soll sich gegen die Reporter Julian Feldman, David Janzen und André Aden richten, die seit Jahren in rechtsextremen Kreisen recherchieren und über die Szene berichten. Es werde in letzter Zeit auch immer wieder versucht, das Privatleben von Journalistinnen und Journalisten auszuspionieren, so der Hamburger Buchautor und Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit. Den Versuch einer solchen Demonstration gegen Journalisten habe es bundesweit bislang aber noch nicht gegeben. In Spanien ist es nicht besser. Dort missachtet die ultrarechte Partei VOX, die bei den Parlamentswahlen in Spanien vergangenen Sonntag drittstärkste Kraft geworden ist, systematisch die Pressefreiheit. Nicht nur, dass die Angriffe gegen Journalisten/innen in den Wochen vor der Wahl häufiger und intensiver geworden sind. Sie gipfelten in Hetzkampagnen gegen Medienschaffende in sozialen Netzwerken. Ferner wurden Reporterinnen und Reportern sogar bedroht. (hk)
Deutschlandfunk: „Ein sehr starker Versuch der Einschüchterung“
Reporter ohne Grenzen: Rechtspopulisten missachten Pressefreiheit
Frankfurter Rundschau: NPD-Hetze gegen Journalisten: Breite Solidarität