Weiter Terror gegen Medien in Belarus: Am 20. Oktober sind die Arbeitsplätze und die Wohnungen von zwei Mitarbeitern der politischen Wochenzeitung „Nowy Tschas“ durchsucht worden. Seit der mutmaßlich gefälschten Wiederwahl von Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko sind etwa 500 Medienschaffende kurzzeitig festgenommen worden, 29 sitzen im Gefängnis. Etliche weitere flohen aufgrund der anhaltenden Repressionen ins Ausland. In einem Fall ließen die Behörden sogar die Wohnung der Eltern einer Mitarbeiterin durchsuchen. Ferner wurde die Belarussische Journalistenvereinigung BAJ inzwischen per Gerichtsbeschluss aufgelöst. Wie brutal das belarussische Regime gegen die freie Berichterstattung vorgeht, haben die Organisationen Reporter ohne Grenzen (RoG) und die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) detailliert nachgezeichnet: Fast 70 Fälle von Folter in den Gefängnissen sind dokumentiert. (hk)
Reporter ohne Grenzen: Folter und Willkür dürfen nicht straffrei bleiben
tagesschau.de: Zwei Jahre Haft für Minsker Reporterinnen
Deutschlandfunk Kultur: Die gefährliche Arbeit von Journalisten in Belarus