Die Szenerie erinnert sofort an den Fall von George Floyd in den USA, der bei einem brutalen Polizeieinsatz im Mai 2020 in Minneapolis ums Leben kam. Ähnliches geschah am 26. Juni in Istanbul. Bülent Kılıc, ein türkischer Fotograf der Nachrichtenagentur AFP, wurde dort von Polizisten zu Boden geworfen, weil er eine verbotene Demonstration einer Schwulen- und Lesbenbewegung (LGBT) fotografieren wollte. Auf Bildern anderer Journalisten ist zu sehen, wie einer der Beamten dem am Boden liegenden Kılıc das Knie auf den Hals setzt und ihm dabei offenbar die Luftzufuhr abdrückt. Kılıc wurde anschießend mehrere Stunden auf einer Polizeistation festgehalten und schließlich freigelassen. Die Istanbuler Polizei gestand später öffentlich einen Fehler ein. (hk)
Der Standard: AFP-Fotograf bei Pride-Parade in Istanbul vorübergehend festgenommen
Süddeutsche.de: "Sie wollten mir das Leben nehmen"