Malta: Staat verwickelt in Journalistinnen-Mord

Der maltesische Staat ist mitverantwortlich sei für den Tod der Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia, die am 16. Oktober 2017 durch eine ferngesteuerte Bombe in ihrem Auto in die Luft gesprengt wurde. Das ist das Fazit einer unabhängigen Untersuchungskommission unter Vorsitz des pensionierten Richters Michael Mallia. In dem knapp 440 Seiten starken Abschlussbericht heißt es, unter der Regierung habe sich eine „Atmosphäre der Straflosigkeit“ entwickelt, „deren Tentakeln sich in andere Institutionen wie Polizei und Aufsichtsbehörden ausgebreitet“ habe. "Es wäre ganz offensichtlich notwendig gewesen, Daphne Caruana Galizia zu schützen, gerade nach der Veröffentlichung der Panama Papers.“ Das hätten die Behörden aber nicht getan. Galiza hatte immer wieder über Korruption in Maltas Regierung berichtet. Unter anderem über Offshore-Konten von Ministern und prominenten Beamten. (ms)

 

FAZ.NET: Vorwürfe gegen frühere maltesische Regierung im Fall Caruana Galizia

Süddeutsche.de: Klima für Mörder