Die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in der Schule

Die Studie im Auftrag von Stiftervereinigung der Presse, BDZV und Stiftung Presse-Haus NRZ

Medien- und Nachrichtenkompetenz werden immer wichtiger, um seriöse Informationen von Spam und Fake-News zu unterscheiden und darauf adäquat reagieren zu können. Allerdings ist die Schule, die für die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz eine zentrale Rolle spielt, oft nicht gut darauf vorbereitet. Das jedenfalls zeigt die Studie „Die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in der Schule“ des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD), die in Berlin beim Jahreskongress des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) vorgestellt wurde.

Der Studie zufolge ist es beispielsweise den Lehrkräften nicht so wichtig, ihre Schülerschaft zu befähigen, die Unterschiede zwischen von Journalisten und von Laien verfassten Nachrichten oder die Interessen von Influencern einzuordnen. Auch nur etwa die Hälfte hält es für besonders wichtig, dass es für die Bürger von Bedeutung ist, über Aktuelles informiert zu sein. 

Die Studie stellt zudem große Unterschiede zwischen Ost und West fest. So halten im Westen nur zwei Prozent der Lehrkräfte guten Journalismus und Qualitätsmedien für weniger/gar nicht wichtig für das Funktionieren unserer Demokratie, im Osten bei zwölf Prozent (das sind zudem plus vier Prozentpunkte gegenüber der ersten Studie aus dem Jahr 2020). Im Osten hält dazu gut jede vierte Lehrkraft die Demokratie für ein Modell, das sich nicht bewährt hat.  

Auch die Skepsis gegenüber den Medien hat seit 2020 zugenommen: 57 Prozent der Lehrkräfte sind der Meinung, dass in Deutschland zunehmend Falschmeldungen verbreitet werden (2020: 49 Prozent). 

Zur Studie:

Die repräsentative Studie „Die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in der Schule“ kann auf der Website des BDZV abgerufen werden. Die Stiftervereinigung der Presse hat sie anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens mit Unterstützung von BDZV und Stiftung Presse-Haus NRZ beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben. 

Für die Studie wurden 533 Lehrkräfte verschiedener Fachrichtungen befragt, 123 Lehramtsstudierende sowie 1010 Personen ab 16 Jahre der deutschen Wohnbevölkerung ab 16 Jahre.

Pressemitteilung des BDZV