Die Entführung der Lufthansa-Maschine "Kiel"

Am 29. Oktober 1972 entführten palästinensische Terroristen eine LH-Boeing 727 mit dem Namen "Kiel" auf ihrem Flug 615 von Beirut nach Frankfurt/Main. Sie wollten die drei überlebenden Attentäter des Anschlags auf die Olympischen Sommerspiele in München freipressen. Die Bundesregierung erfüllte ihre Forderung und brachte die drei inhaftierten Mitglieder des "Schwarzen Septembers" nach Zagreb, wo sie in die LH-Maschine einstiegen und nach Tripolis weiterflogen. Dort wurden die Mannschaft sowie die 13 Flugzeugpassagiere freigelassen. Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi gewährte den Attentätern und Entführern Asyl.

(hhb)

 

Quellen:

Dirk Walter: Genscher: „Das ist natürlich große Scheiße“ / OVB Heimatzeitungen am 28.10.2022

Sven-Felix Kellerhoff: War die Entführung des Lufthansa-Fluges LH-615 ein abgekartetes Spiel? / DIE WELT am 29.10.2022