ISRAEL: Zunehmende Gewalt gegen Journalisten

Mit Tränengas und Blendgranaten geht die israelische Armee immer häufiger gegen palästinensische Journalisten vor, das berichtet die Organisation Reporter ohne Grenzen. Sie hat mehrere Fälle dokumentiert, in denen Journalisten gezielt an der Arbeit im besetzten Westjordanland gehindert worden sind. Etwa, als eine Reportergruppe über eine Razzia in dem Flüchtlingslager Qalandiya berichten wollte. Der Angriff richtete sich gezielt gegen ein Team des katarischen TV-Senders Al Araby. Oder israelische Streitkräfte hinderten palästinensische Journalisten am Zugang zum Flüchtlingslager Dschenin. Dort wollten sie über Militäroperationen und Abrissarbeiten berichten. Seit Oktober 2023 wurden 15 palästinensische Journalisten festgenommen, insgesamt sitzen derzeit 19 in israelischer Haft. Die bisher letzte Verhaftung fand am 12. August 2026 statt, als israelische Soldaten den Freiberufler Mohammed Awad wegen angeblichen Terrorismus festnahmen. Er produziert Videos für Agence France-Presse (AFP) und den katarischen Sender Al Jazeera. (hk)

Reporter ohne Grenzen: Westjordanland: Israelische Armee eskaliert Gewalt gegen Journalist*innen

Der Standard: Angriffe auf Journalisten: AFP verlangt Antworten von Israel

Die Tageszeitung: Mit dem Rücken zur Wand

Tagesschau: Vorwurf an Israel: Gezielte Angriffe auf palästinensische Journalisten in Gaza?

Die Zeit: Reporter ohne Grenzen: Doppelt so viele Attacken auf Presse

Menschen machen Medien: Israel: „Angriff auf die Medienfreiheit“