Ungarns neue Pressefreiheit

Ungarns neuer Regierungschef Péter Magyar macht ernst mit der neuen Pressefreiheit im Land. Er sagte am 7. Juli auf Facebook: „Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Es tut uns leid, dass wir es so lange getan haben. Ein historischer Tag. Heute ist das Ende der Propagandasendungen auf öffentlich-rechtlichen Medienplattformen.“ Das ungarische Staatsfernsehen und der Staatsrundfunk haben den Sendebetrieb vorübergehend eingestellt. Die staatlichen Medien würden nun reformiert, um Unabhängigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu gewährleisten. Beim Sender M1, dem wichtigsten Staatssender, wurde ein schwarzer Bildschirm mit einer Entschuldigung gezeigt, dass sie so lange gelogen haben. Auch die Websites zeigten einen schwarzen Bildschirm. Auf dem Radiosender Kossuth wurde das Programm des Musiksenders Bartok ausgestrahlt. (hk)

 

tagesschau.de: TV-Sender entschuldigt sich für Lügen in Orban-Zeit

Deutschlandfunk: Ungarischer Staatsrundfunk stellt vorübergehend Sendebetrieb ein

Der Spiegel: Sie waren Orbán treu. Nun stellen das staatliche Radio und Fernsehen ihr Nachrichtenprogramm vorerst ein

Watson: «Schluss mit Propaganda» – Ungarn stellt News in öffentlich-rechtlichen ein